Ihre meist gestellten Fragen

1.) Was ist speziell an der F.M.-Alexander-Technik?

1.) Was ist speziell an der F.M.-Alexander-Technik?

Mit der Alexander-Technik machen Sie eine besondere und einmalige Erfahrung – Sie werden grösser, Sie atmen freier, Sie bewegen sich leichter. Die F.M.Alexander-Technik ist ein Selbsthilfeverfahren, das rasch erlernt und in jeder Alltagssituation angewandt werden kann. Es werden aus den verschiedensten Gründen Stunden in Alexander-Technik genommen, wie z.B. bei körperlichen Schmerzen, Verspannungen, Haltungsbeschwerden, Gleichgewichts-, Bewegungs-, Koordinations- und Atmungsstörungen, aber auch um die Leistung beim Spielen eines Musikinstruments oder im Sport zu verbessern und um Beschwerden oder Verletzungen vorzubeugen. Kinder werden oft in Alexander-Technik unterrichtet, um schlechte Sitz- oder Atmungsgewohnheiten oder Bewegungsprobleme zu beheben.
 
Der/-ie Alexander-LehrerIn ist Experte/-in im Gebrauch des Selbst. Dies bedeutet, dass sie oder er in der genauen und kompetenten Beobachtung von Bewegungen und dem „Gebrauch des Selbst“ im Alltag ausgebildet ist. Schlechte Bewegungs-, Haltungs- oder Atmungsgewohnheiten können zu vielerlei Schwierigkeiten in Bezug auf Gesundheit und Effizienz führen. Haben sich diese Beschwerden erst einmal festgesetzt, ist es für Betroffene oft schwierig, ihre Angewohnheiten zu ändern, selbst wenn sie erkannt haben, dass diese ihre Probleme verschlimmern. Der/-ie Alexander-LehrerIn ist Experte/-in im Auflösen solcher Probleme. Die Gewohnheitsmuster des schlechten Gebrauchs werden durch den/die Alexander-LehrerIn individuell analysiert. Dem/r SchülerIn werden dann einfach anzuwendende praktische Prozesse beigebracht, um die schädlichen Gewohnheitsmuster zu bekämpfen.
 
Die Alexander-Technik ist keine direkte therapeutische Methode, hat jedoch weitreichende therapeutische Wirkung. Durch das Erlernen der Technik werden Sie Ihren Körper angemessener gebrauchen und dadurch unnötige Überbelastung und Verspannungen vermeiden können. Ihre Atmung und Ihre allgemeinen Körperfunktionen werden besser funktionieren. Alexander-LehrerInnen behandeln jede/n SchülerIn ganzheitlich. Dies bedeutet, dass wenn zum Beispiel jemand nach einer Operation am gebrochenen Fussgelenk zur Behandlung kommt, sich der/die Alexander-LehrerIn zu aller erst – bevor die Aufmerksamkeit auf das Gelenk selbst gerichtet wird – dafür interessiert, wie sich der/die „PatientIn“ generell bewegt und welche Haltungs-und Bewegungsanpassungen auf Grund der Verletzung und zur Entlastung des Gelenks vorgenommen wurden. Bei Verletzungen, Beeinträchtigungen oder Schmerzen stellen wir normalerweise ein allgemeines Zusammenziehen des gesamten Körpers fest. Durch die Auflösung dieser zentralen Abwärtsverkürzung erlangt der/die SchülerIn die ganze Grösse und aufrechte Haltung zurück. Die Chancen auf eine rasche, natürliche Erholung der Beeinträchtigungen oder Verletzungen steigen und die Beschwerden verringern sich in der Folge.
 
Die Alexander-Technik lehrt, wie man den Abwärtsdruck und die Haltungsverkürzung nachhaltig verringern kann. Da man lernt sich selbst zu helfen, wird der Stress, der normalerweise durch Beschwerden und Unbehagen entsteht, in der Regel vermindert. Bei der Alexander-Technik geht es um einen psycho-physischen Prozess, der die Psyche positiv beeinflusst und gleichzeitig den körperlichen Abwärtsdruck reduziert. Körper und Geist arbeiten harmonischer. Die Auswirkungen der Alexander-Lektionen sind nicht auf die Dauer der Lektion beschränkt, hat der/die SchülerIn einmal gelernt, den Veränderungsprozess am Laufen zu halten. Daher kann man sagen, dass die Alexander-Technik eher auf kontinuierlicher als auf periodischer Basis wirksam ist.
2.) Beschwerden, bei denen die F.M.-Alexander-Technik nachweislich geholfen hat?

2.) Beschwerden, bei denen die F.M.-Alexander-Technik nachweislich geholfen hat?

  • Haltungsstörungen aller Art – runde Schultern – Zusammenfallen – Verdrehungen
  • Rückenprobleme aller Art wie Ischias, Bandscheibenvorfälle, Verkrümmungen oder allgemeine Schmerzen
  • Probleme mit den Schultern oder Armen, wie RSI, Verspannungen, Tennisarm usw.
  • Nacken- und Kieferbeschwerden aller Art, z.B. steifer Nacken, krampfartige Torticollis, Schleudertraumata aller Art, Nackenempfindlichkeit, schiefer Nacken, Kieferverspannung, Zähneknirschen
  • Kopfschmerzen – Spannungskopfschmerzen und Migräne
  • Parkinson, MS, Muskeldystrophie, Paraplegie & Quadriplegie
  • Schlaganfälle aller Art
  • Unkonzentriertheit, Energieverlust
  • Sehschwierigkeiten
  • Atmungsprobleme aller Art, z.B. bei professionellen Sprechern/Sprecherinnen bzw. Sängern/Sängerinnen
  • Arthritis aller Art
  • Hüftgelenkimplantatbeschwerden – Hüftgelenk- und Sakroiliakgelenkbeschwerden
  • Schwangerschaft & Geburt – Körperhaltung – Atmung – Rückenschmerzen – Techniken zur Erleichterung der Geburt
  • Knie- und Beinbeschwerden, Fuss- und Fussgelenkbeschwerden
  • Auffällige Bewegungsschwierigkeiten
  • Post-operative Beschwerden aller Art
3.) Wie viele Lektionen werde ich benötigen?

3.) Wie viele Lektionen werde ich benötigen? 

Wie bei jedem Lernprozess hängt die Anzahl der Lektionen in F.M.-Alexander-Technik von der individuellen Situation und dem eigenen Interesse ab

Alexander-LehrerInnen werden von Leuten in ganz verschiedener körperlichen Verfassung und unterschiedlichen Anliegen besucht. Manche haben keine Schmerzen und möchten ihre Körperhaltung verbessern, weil sie wissen, dass sie auf schlechte Weise sitzen, stehen, atmen usw. Normalerweise kann diesen Leuten sehr rasch geholfen werden und eine Serie Lektionen wird in ein paar Wochen für gewöhnlich eine anhaltende Verbesserung sicherstellen. Die Dauer hängt jedoch stark vom jeweiligen Zustand der Person ab. Ist die Haltung sehr zusammengefallen oder verdreht kann mehr Zeit erforderlich sein, um zu lernen, wie man die zu Grunde liegenden Gewohnheiten zum Besseren verändert. Um sich das Basiswissen anzueignen, werden in der Regel 30 Lektionen über einen Zeitraum von mehreren Monaten empfohlen. Normalerweise sollten im Anfangsstadium kürzer aufeinander folgende und später sporadisch Lektionen genommen werden.

Es gibt auch SchülerInnen, die ihre Leistung im Laufsport oder beim Spiel eines Instrumentes verbessern wollen. Mit der Technik lernt der/die SchülerIn Bewegungsgewohnheiten vorzubeugen, die zu Verletzungen und einer schlechteren Leistung führen könnten. Alexander-Technik wird in allen grossen Musikschulen Grossbritanniens unterrichtet. Viele MusikerInnen nehmen auch nach Beendigung des Studiums weiterhin Lektionen, einige entschliessen sich schliesslich sogar, selbst Alexander-Technik-LehrerIn zu werden. SportlerInnen wie auch andere Personen, die sich intensiv bewegen, können ihren Bewegungsstil und ihre Technik verbessern und die Effizienz und das Durchhaltevermögen steigern. Die Anzahl der Lektionen hängt hier in der Regel vom Interesse der betroffenen Person ab.

Dann gibt es wiederum Personen, die eine Operation hinter sich haben und sich in einem äussert labilen Zustand befinden. Die Technik basiert nicht auf energischen Veränderungen, sondern gibt dem Nervensystem des/r Patienten/Patientin die Möglichkeit, sich anbahnende Veränderungen geschehen zu lassen. Wir trainieren Muskeln nicht direkt, sondern ändern vielmehr die „Botschaften“ an die Muskeln, was abhängig von Person und Zustand einen unterschiedlich langen Lernprozess erfordert.

Es gibt natürlich auch Personen mit Behinderung, die zu uns kommen. Sie haben vielleicht einen Schlaganfall gehabt, leiden an Muskeldystrophie oder Arthritis – ob osteoid oder rheumatoid –, an MS oder Parkinson, sind Para- oder Quadriplegiker oder durch einen Unfall behindert. Das sind einige Extremfälle, bei denen die Alexander-Technik helfen kann. Wir können Patienten/Patientinnen nicht von ihrer Behinderung befreien, sind jedoch in der Lage, den Gebrauch der zur Verfügung stehenden Fähigkeiten deutlich zu verbessern. Hier gibt es kein „Lektionenlimit“ und die Menge der Lektionen hängt von den Wünschen der jeweiligen Person ab.

4.) Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen?

4.) Werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen? 

Für Komplementär-Versicherte werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen.

Sind Sie für Komplementärmedizin zusatzversichert, wird Ihre Krankenkasse in den meisten Fällen die Kosten für eine gewisse Anzahl Lektionen übernehmen.

Für eine genaue Abklärung empfiehlt es sich aber, die jeweilige Krankenkasse direkt zu kontaktieren. Einige gewähren bis zu einem gewissen Betrag Lektionen ohne ärztliche Verschreibung, andere hingegen verlangen diese zwingend.

Auf lange Sicht ist es jedoch empfehlenswert, die Lektionen als Teil eines Lernprozesses und nicht als Behandlung zu betrachten. Wir behandeln Beschwerden nicht direkt – wir bringen Ihnen bei, Reaktions- und Bewegungsgewohnheiten, die den Beschwerden bzw. deren Ursachen zu Grunde liegen, anhaltend zu vermeiden. Wir arbeiten mehr auf einer kausalen als einer auf das Ziel ausgerichteten Ebene – obwohl die F.M.-Alexander-Technik einen oft durch die unmittelbare Wirkung in Staunen versetzt.

5.) Kann ich die F.M.-Alexander-Technik mit anderen Therapien kombinieren?

5.) Kann ich die F.M.-Alexander-Technik mit anderen Therapien kombinieren?

Unser Denken ist ganzheitlich und komplementär.

Die F.M. Alexander-Technik ist eine Arbeit, die in allen Lebenssituationen angewendet werden und so auch andere Therapien positiv unterstützen kann. In diesem Sinne stört sie auch keine andere Therapie.

Die Frage der Kombination verschiedener Methoden hängt vom persönlichen Gesundheitszustand und den Bedürfnissen ab.

Je nach Zustand gibt es andere Therapien, bei denen eine Kombination mit der F.M.-Alexander-Technik von Nutzen ist. Wenn Sie zum Beispiel einen Schlaganfall hatten oder in einem anderen, ernsten Gesundheitszustand sind, werden Sie nicht umhin kommen, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um Ihre Genesung voranzutreiben. Bei der Behandlung von ernsten Beschwerden ist die Alexander-Technik in Kombination mit Physiotherapie nachweislich sehr hilfreich. Ärzte, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Osteopathen und andere medizinische Berater überweisen uns regelmässig ihre Patienten und Patientinnen.

6.) Kann ich die F.M.-Alexander-Technik in einer Gruppe erlernen?

6.) Kann ich die F.M.-Alexander-Technik in einer Gruppe erlernen?

Gruppenunterricht kann hilfreich sein. Einzellektionen sind essentiell und zur Ergänzung empfehlenswert.

Es ist oft hilfreich, die gemachten Erfahrungen mit anderen zu teilen. Das Beobachten anderer SchülerInnen kann verstehen helfen, dass bestimmte Gewohnheitsmuster nicht nur von einem selbst, sondern auch von anderen praktiziert werden. Durch das Vergleichen mit den anderen TeilnehmerInnen entdeckt man manchmal höchst individuelle Varianten bestimmter Gewohnheiten, die man selbst hat. Dadurch kann ein tieferer Einblick in die eigenen Bewegungsabläufe gewonnen werden.

In einer Gruppensituation werden immer wieder kluge Fragen gestellt, die einem selbst vielleicht nicht eingefallen wären und durch die man Nützliches lernt. Gruppendiskussionen führen oft zur Behandlung von Aspekten der Technik, die für einen sonst vielleicht unklar geblieben wären.

Gruppenlektionen können somit zum Kennenlernen der Technik und später, wenn die Gruppe einem helfen soll, das in den Einzellektionen erlernte weiter einzusetzen und zu verstehen, von grossem Nutzen sein.

Wir bieten in der Schweiz und im Ausland regelmässig Wochenend-Workshops mit Gruppen- sowie Einzellektionen an. (siehe Programm)

7.) Kann ich während einer Schwangerschaft Lektionen in F.M.-Alexander-Technik nehmen?

7.) Kann ich während einer Schwangerschaft Lektionen in F.M.-Alexander-Technik nehmen?

Schwangerschaft und Geburt werden mit der Anwendung der F.M.-Alexander-Technik zu einer freudvolleren und weniger schmerzhaften Erfahrung

Die F.M. Alexander-Technik ist bekannt dafiür, dass sie die Schwangerschaft und Geburthilfreich unterstützen kann.. Es gibt mindestens zwei Bücher, die ausschliesslich dieser bestimmten Anwendung der Alexander-Technik gewidmet sind.

Während der Schwangerschaft verändert sich der Körper der Frau oft dramatisch, und es können Beschwerden auftreten, die auf schlechte Haltungsgewohnheiten zurückzuführen sind. Atemnot kann eintreten, der Rücken ziehen und schmerzen, die Bewegungen unbeholfen und beschwerlich werden. Diese Schwangerschaftsbeschwerden werden in den Alexander-Technik-Lektionen grundlegend angegangen. Im Idealfall erlernt die Schülerin die Technik, bevor sie schwanger wird. Haltungsverbesserungen unterstützen nicht nur das Wachstum des Fötus, sondern führen zu einer besseren Selbstkontrolle der Atmung und der Bewegungen.

Während des Gebärens kommt die Wirkung der Alexander-Technik richtig zum Tragen. Hier wird ein grosses Mass an Kraft und Geduld benötigt, um den Vorgang durchzustehen. Die Atmung muss sorgfältig überwacht werden, und genau hier ist das Alexander-orientierte Verständnis für die Atmungsmechanismen von grösstem Wert.

Die F.M. Alexander-Technik ist ein sehr empfehlenswertes Hilfsmittel während Schwangerschaft und Geburt .

8.) Wie lange dauert eine Lektion?

8.) Wie lange dauert eine Lektion?

Die Lektionen in der F.M. Alexander-Technik dauern normalerweise 45 Minuten.

9.) Wie viel kostet eine Lektion?

9.) Wie viel kostet eine Lektion?

Eine Lektion kostet zwischen SFr. 60 - SFr. 110.- (SFr. 60 - in der Regel für junge Studenten).

10.) Kann ich auch bei mir Zuhause unterrichtet werden?

10.) Kann ich auch bei mir Zuhause unterrichtet werden?

Wir unterrichten auch Zuhause.

Falls Sie uns nicht in unseren Praxisräumen besuchen können, unterrichten wir Sie gerne auch bei Ihnen Zuhause.

11.) Kann die Technik Menschen mit Fettleibigkeit (Adipositas) helfen?

11.) Kann die Technik Menschen mit Fettleibigkeit (Adipositas) helfen?

Auch Übergewichtige können vom Erlernen der Alexander-Technik profitieren. Die Alexander-Technik ist eine Methode, die Menschen dabei hilft, ihre Bewegungen, Koordination und Atmung besser zu handhaben. Für Übergewichtige können Gelenkschäden, zum Beispiel der Hüft-, Knie- und Fussgelenke, zu grossen Schwierigkeiten führen. Lernt man, wie die Gewohnheitsmuster in den Bewegungen so verändert werden können, dass der Körper fortwährend in der optimalsten Weise gebraucht wird, kann dies dabei helfen, den Druck auf die Gelenke zu verringern. Durch das Erlernen einer ausgewogeneren Balance und Koordination, kann sich der/die Übergewichtige beibringen, Bewegungen mit weniger Kraftaufwand auszuführen. Zusätzlich lehrt die Alexander-Technik, wie ein korrektes Atmen entwickelt werden kann, was für Übergewichtige ebenfalls ein wichtiges Thema darstellt. Die Technik beinhaltet gewissermassen die Entwicklung des bewussten Denkens, um wichtige Veränderungen beim Gebrauch des Körpers herbeizuführen. So kann die Alexander-Technik selbst dann erlernt und angewandt werden, wenn die Bewegungsmöglichkeiten stark eingeschränkt sind. Durch die Anwendung der bewussten „Direktiven“ Alexanders wird das Nervensystem neu programmiert und damit schädliche Bewegungsgewohnheiten des ganzen Körpers bekämpft. Übergewichtige können auf diese Weise ein bewusstes Denken „einüben“ und lernen, wie sie mehr persönliche Kontrolle und Verantwortung für ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden übernehmen können.